E10 Benzin

Alles über den neuen Kraftstoff E10

Veröffentlichung des Bundestags zu E10

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat im Nachgang des Benzingipfels eine Stellungnahme zur Einführung von E10 veröffentlicht. Unter dem Titel “Aktueller Begriff – Der neue Kraftstoff E10″ werden auf 2 Seiten grundsätzliche Fragestellungen erörtert. Im Einzelnen werden die folgenden Themen angesprochen:



  • Gründe für die Einführung
  • Entwicklung im Bereich Bioethanol-Beimischung seit 2004
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Motorenverträglichkeit
  • Perspektiven und Kritik

Zur viel diskutierten Frage nach den Vorteilen von E10 bzw. der mit der Einführung verfolgten Zielsetzung wird darauf verwiesen durch E10 die C02-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. “Laut Bundesumweltministerium verursache E10 im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen weniger Treibhausgase und verbrauche geringere Mengen vom immer knapper werdenden Erdöl.”

Als Kritikpunkte der Umweltverbände wird zusammengefasst:

  • “der Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen immer auch mit dem Anbau von Lebensmitteln konkurriere. Das habe tendenziell steigende Preise z.B. für Getreide – woraus Bioethanol vorwiegend gewonnen werde – zur Folge, sodass viele Menschen vor allem in ärmeren Staaten (noch) weniger Lebensmittel kaufen könnten.”
  • “die Treibhausgas-Bilanz von E 10. Mit Blick auf Pläne zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa wiesen Umweltverbände wie Greenpeace, der Naturschutzbund und der Bund für Umwelt und Naturschutz darauf hin, dass durch indirekte Landnutzungsänderungen (indirect land use change, iLUC) wie Waldrodungen und Kultivierung von Ackerland große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt und so die beabsichtigte Reduktion konterkariert werde.”

Kommentiert wird im Nachgang nur der zweite Punkt zur mutmaßlich negativen Treibhausgas-Bilanz: “Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) bestreite diese These und weise darauf hin, dass bisher keine gesicherten Untersuchungen darüber vorlägen, ob iLUC dazu beitragen, Treibhausgas-Emissionen steigen oder sinken zu lassen.”

Im Zusammenhang mit der Verträglichkeit von Motoren wird lediglich auf das PDF der Deutsche Automobil Treuhand verwiesen. Beim Wirkungsgrad von E10 wird mit einem Mehrverbrauch von 2-3 % gerechnet.

Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2011/E10.pdf

Bundestag zu E10

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